„Polnische Hochzeit“ ist das Werk des polnisch-jüdischen Komponisten Joseph Beer. Die Uraufführung fand am 3. April 1937 in Zürich statt und wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Für den Erfolg von „Polnische Hochzeit“ spricht die Zahl der Aufführungen nach der Premiere – die Operette wurde auf vierzig der wichtigsten Opernbühnen gezeigt und in acht Sprachen übersetzt.
Auch die ersten Kritiken verdienen Aufmerksamkeit. Laut einem Journalisten des Zürcher Tagesanzeiger von 1937: „(…) es ist Musik, die nicht nur angenehm ist, sondern auch ins Blut übergeht, den Hörer mit einem Reichtum an Ideen, suggestiver Illustrativität und vor allem mit exzellenten Tanzrhythmen begeistert (…)“. Trotz dieser wohlwollenden Rezensionen landete „Polnische Hochzeit“ nach der Machtübernahme der nazis in Österreich auf der Liste der verbotenen Werke, und der damals in Österreich lebende Komponist musste ins Exil gehen.
Das Werk erzählt eine Liebesgeschichte und eine Hochzeitsintrige in einer äußerst originellen Klangsprache. Beer verbindet Elemente aus Folklore, Jazz und romantischem Lied und verleiht ihnen eine originelle und eklektisch stimmige Farbigkeit. Nach Jahren der Vergessenheit kehrt „Polnische Hochzeit“ allmählich auf die Opernbühnen Europas zurück und gewinnt seinen gebührenden Platz in der Geschichte der Musik des 20. Jahrhunderts zurück.
Musikalische Leitung / Dirigent
Łukasz Borowicz
Regie
Paweł Miśkiewicz
Bühnenbild
Barbara Hanicka
Kostüme
Marta Szypulska
Choreografie / Szenische Bewegung
Dominika Knapik
Lichtregie
Marek Kozakiewicz